Güterwagen-Drehgestelle: Blech und Winkel - Talbot, 1925

Version 1.01.94.1, Stand: 31. März 2015

Inhaltsverzeichnis - Blech und Winkel Hauptseite - Preussen, Elsass-Lothringen 1883/84 - Elsass-Lothringen, 2500 mm Achsstand - Baden, 1850 mm Achsstand - preussisch, VI d 7 III. Auflage - Prinz Heinrich-Eisenbahn (Luxewmburg), 1911 - Austauschbauart, deutsch - Österreich, N 28, N 36 - Talbot, 1925 - Frankreich, Y 7 - andere Blech und Winkel-Drehgestelle - nächstes Kapitel - Impressum
 
 
 
Blech und Winkel-Drehgestell, Talbot 1925; Foto: Sammlung Francis Albert   Blech und Winkel-Drehgestell
  Talbot, 1925

  Foto: Sammlung Francis Albert

Die Waggonfabrik G. Talbot, Aachen hat 1925 auf der Deutschen Verkehrsausstellung in München drei vierachsige, mit Drehgestellen ausgestattete Selbstentladewagen ausgestellt. Der dort augestellte Wagen "Talbot 1" (Ladgut "Gips") hatte Drehgestelle mit 1 800 mm Achsstand, die beiden anderen 1 550 mm Achsstand. Bei dem oben abgebildeten Drehgestell-Foto handelt es sich vermutlich um einen Ausschnitt aus einem Werkfoto, möglicherweise hat Talbot solche Wagen auch nach Frankreich geliefert.

Gut erkennbar ist, dass es sich bei diesem Drehgestell um eine Blech und Winkel-Konstruktion handelt. Besonders auffällig ist die Form der Seitenwangen, die nur oben mit außenliegenden Winkelprofilen verstärkt und im Bereich der beiden Achsausschnitte jeweils trapezförmig zugeschnitten sind. Im unteren Bereich sind die Seitenwangen offensichtlich durch ein an der Innenseite aufgenietetes Winkelprofil zwischen den Achsausschnitten verstärkt.
 
 
Blech und Winkel-Drehgestell, vermutlich Talbot 1925; Foto: Rudolf Ossig   Blech und Winkel-Drehgestell,
  vermutlich Talbot, um 1925

  Hoesch Rohr AG, 
  Werks-Rungenwagen, Nummer nicht  bekannt, 
  Foto: Rudolf Ossig, Hamm, August 1989


 
Blech und Winkel-Drehgestell, vermutlich Talbot 1925; Foto: Rudolf Ossig   Blech und Winkel-Drehgestell,
  vermutlich Talbot, um 1925

  Hoesch Rohr AG, 
  Werks-Rungenwagen, Nummer nicht  bekannt, 
  Foto: Rudolf Ossig, Hamm, August 1989

Das von Rudolf Ossig fotografierte Drehgestell entspricht in vielen Details dem vorstehend gezeigten Drehgestell. Das außen an der Seitenwangen-Unterkante aufgenietete L-Profil irrietiert zwar auf den ersten Blick etwas, die Position entspricht jedoch dem obengezeigten Drehgestell. Bemerkenswert ist ferner die Ausführung des Kopfquerträgers. Mit größter Wahrscheinlichkeit war dieses Drehgestell ursprünglich gebremst. Um Raum für das Bremsgestänge zu schaffen, wurde der innere Kopfqueträger gekröpft. Nach Ausbau der Bremse wurde das Drehgestell offensichtlich seitenverkehrt unter den Wagen gesetzt.
 
 
  Blech und Winkel-Drehgestell,
  vermutlich Talbot
  11-lagige Blattfedern, Achsstand 1 800 mm

  Foto: Sammlung Francis Albert

Die Konstruktion dieses Drehgestellrahmens entspricht den vorstehenden Ausführungen, unterscheidet sich von diesen aber hinsichtlich der Achsführungen und der Federböcke. Die Form der Federböcke erinnert an Drehgestelle, die für Tiefladwagen gebaut wurden, die Achsführungen an Tender-Drehgestelle.
 
 
  Blech und Winkel-Drehgestell   Talbot, 1925
  Drehgestell-Gattungsnummer  
  Achsstand   1800 mm
  maximaler Laufkreis-Durchmesser  
  Achsschenkelmittenabstand   1956 mm
  Blatt-Tragfedern  
    Gestreckte Länge  
    Anzahl der Federblätter   13
    Federblattquerschnitt  
  Durchschnittsgewicht (incl. Radsätze, Bremse)  
  erstes Baujahr   1925

Quellen:
Albert, Francis: Persönliche Informationen
Forum "Les Amis des Wagons", Thema "Les Inclassables", Beitragsreihe "Les Bogies" (= http://wagon.discutforum.com/)
NN: Die Eisenbahnfahrzeuge auf der Deutschen Verkehrsausstellung in München, Teil III. Personenwagen. Nachgedruckt in: Steiger Verlag (Hrsg.): Eisenbahnwagen in Originaldokumenten: eine internationale Übersicht aus "Organ für Fortschritte des Eisenbahnwesens in technischer Beziehung" Teil 3: 1910 - 1943, Textband. Moers, 1986/87; Seite 116 ff.

 


zurück - weiter - Top
Impressum
_