Güterwagen-Drehgestelle: Blech und Winkel - andere

Version 4.01.94.1, Stand: 31. März 2015

Inhaltsverzeichnis - Blech und Winkel Hauptseite - Preussen, Elsass-Lothringen 1883/84 - Elsass-Lothringen, 2500 mm Achsstand - Baden, 1850 mm Achsstand - preussisch, VI d 7 III. Auflage - Prinz Heinrich-Eisenbahn (Luxemburg), 1911- Austauschbauart, deutsch - Österreich, N 28, N 36 - Talbot, 1925 - Frankreich, Y 7 - andere Blech und Winkel-Drehgestelle - nächstes Kapitel - Impressum

Die Auswahl der hier gezeigten Drehgestelle ist völlig zufällig, gleichwohl soll damit ein grober Überblick über die Vielfalt und Variantionsmöglichkeiten der Blech und Winkel-Drehgestelle gegeben werden.

Verkürzter Achsstand (1600 mm) - mit Wiege - mit Ausgleichshebel
 

a) Verkürzter Achsstand (1600 mm)
  Blech und Winkel-Drehgestell
  mit bogenförmig zugeschnitten Seitenwangen
  Achsstand: 1600 mm; Blattfedern: 12-lagig, 90 x 13 mm

  Walzen -Transportwagen der Thyssen AG
  90037 R 19 (ex 9986.20), Tragfähigkeit 40 t
  Hattingen, 26. Dezember 2003


 
  Blech und Winkel-Drehgestell
  mit bogenförmig zugeschnitten Seitenwangen

  Walzen-Transportwagen der Thyssen AG
  90037 R 19 (ex 9986.20), Tragfähigkeit 40 t
  Hattingen, 26. Dezember 2003

Diese Drehgestelle gehören zu einem Werkswagen der Thyssen AG. Die Formgebung der Seitenwangen entspricht mit den ausgerundeten Unterkanten jüngeren preussischen Drehgestellen. Bemerkenswert ist neben dem kurzen Radstand die recheckige Winkel-Konstruktion, an der die inneren Federböcke befestigt sind. Der Form nach erinnert diese Konstruktion an Pressblech-Drehgestelle nach Zeichnung Ci 149. Dort sind die Federn jedoch nicht mit Laschen sondern mit Schlaufen und Ösen aufgehängt. 

b) mit Wiege
  Blech und Winkel-Drehgestell mit Wiege
  verwendet bei Fischtransportwagen
  Berlin 531 048 (P) der Firma Domaschke, Berlin
  Baujahr 1924, Hersteller: WUMAG Görlitz

   Quelle: Czygan, Franz: Die Eisenbahn in Wort und Bild.
    Nordhausen am Harz, 1928. 1. Band, S. 621

c) mit Ausgleichshebel
  Blech und Winkel-Drehgestell mit Ausgleichshebel
  verwendet bei Flachboden-Selbstentladewagen
  Bauart Orenstein & KoppelOldenburg 401 OOtn

   Quelle:
   Laubenheimer, Gustav: Die ersten Versuchsbauarten der

   Großgüterwagen der Deutschen Reichsbahn. (Organ" 1924.)
   Nachgedruckt in: Steiger Verlag (Hrsg.): Eisenbahnwagen in
   Originaldokumenten: eine internationale Übersicht aus 
   "Organ für Fortschritte des Eisenbahnwesens in technischer 
   Beziehung" Teil 3: 1910 - 1943, S. 88/100 und Tafel 31. 

Während Drehgestell-Schienenwagen seinerzeit ein Ladegewicht von etwa 35 t hatten, waren die Großgüterwagen für ein Ladegewicht von 50 t ausgelegt. Um eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Achslasten zu erreichen, wurde bei den Versuchsbauarten verschiedene Laufwerke mit zum Teil aufwändigen Lastverteilungs-Vorrichtungen erprobt.
Die Drehgestelle des Oldenburg 401 OOtn bestanden aus genieteten Seitenwangen und Querträgern sowie Kopfquerträgern aus Profileisen, die untereinander durch Bleche und Winkel verbunden waren. Die Abfederung geschah durch 12-lagige Blattfedern mit 1250 mm gestreckter Länge und einem Querschnitt von 120 x 13 mm. Die Federn waren an den Kopfseiten mit Laschen an festen Federböcken, an der anderen Seite ebefalls mit Laschen an einem drehbar gelagerten Ausgleichshebel aufgehängt.

 


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