Güterwagen-Drehgestelle: Pressblech, genietet - Frankreich, Y 13
Version 2.02.99.1, Stand (inhaltlich): 28. März 2008

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Einführung - Fox, Leeds - Fox, 1893 - Preussen, Prototyp, 1892 - Exkurs Reisezugwagen - Krupp, 1902 - Tientsin-Pukow, 1909 - Finnland K5, 1912 - Andere Fox-Drehgestelle -

Ungarn, um 1900 - Österreich, 1906 - Frankreich, 1904 und 1923 - Verbandsbauart, B 24 - preussisch, Ci 149 - Frankreich, Y 13 - Saar 

Skizze - Foto - Kommentar - Daten 

 

 
SNCF Bauart Y 13 (Pressblech, genietet); Foto: Peter Driesch   SNCF Bauart Y 13 (Pressblech, genietet)
  Hersteller: Arbel, 1941
  verwendet bei einem ehemals franz. Kesselwagen

  Foto: Peter Driesch, Hamburg-Neuhof 1983
  (Werkskesselwagen der Firma Hansa-Matex)

  SNCF Bauart Y 13 (Pressblech, genietet)
  Aufschrift auf Plakette in Drehgestellmitte: NORD

  offener vierachsiger Werkswagen 7029 der 
  Houllières du Bassin de Lorraine
  Foto: Marc Schmitz, Morsbach, 9. März 2008


 
SNCF Bauart Y 13 (Pressblech, genietet); Foto: Marc Schmitz   SNCF Bauart Y 13 (Pressblech, genietet)
  Aufschrift auf Plakette in Drehgestellmitte: NORD

  offener vierachsiger Werkswagen 7029 der 
  Houllières du Bassin de Lorraine
  Foto: Marc Schmitz, Morsbach, 9. März 2008

Leider ist mir über die Entwicklung und die Entwicklungs-Zusammenhänge des Y 13 so gut wie nichts bekannt und so beruht das Folgende auf mutmaßlichen Schlüssen und Überlegungen.

Feststeht, dass es in Frankreich stets eine innovative und ambitionierte Eisenbahn-Industrie gegeben hat. Das auf einer der vorhergehenden Seiten vorgestellte Pressblech-Drehgestell "Frankreich 1906" - gebaut nach dem Verfahren "Fox - Arbel" -  belegt, dass auch die französischen Drehgestell-Konstrukteure sich offensiv mit neuen Entwicklungen auseinandergesetzt haben. In Hinblick auf die Entwicklung von Güterwagen-Drehgestellen scheint dabei Arbel eine besondere Rolle gespielt und immer wieder an der Weiterentwicklung gerade von Pressblech-Drehgestellen gearbeitet zu haben. Das Y 13 ist denn auch offensichtlich stabiler ausgeführt als seine Vorgänger, die hier mit den Jahreszahlen 1906 und 1923 verbunden sind.
Dabei wird man sich von der Jahreszahl "1941" nicht verwirren lassen dürfen: mit Sicherheit ist die Konstruktion älteren Datums. Ich vermute, dass sie spätestens um 1934 entstanden ist. Sieht man davon ab, dass dieses Drehgestell genietet und nicht geschweißt ist, entspricht es augenscheinlich weitgehend dem ab 1943 gebauten deutschen Pressblech-Drehgestell der Einheitsbauart. Gleichwohl wird man davon ausgehen können, dass Material und Verarbeitung wesentlich höherwertig waren, als bei dem unter Kriegsbedingungen entwickelten Drehgestell der Einheitsbauart.
Zu dem Umstand, dass das von Peter Driesch fotografierte, 1941 gebaute Drehgestell in Niettechnik ausgeführt wurde, ist auf die Tatsache hinzuweisen, das etwa gleichzeitig auch von deutschen Waggonfabriken Wagen mit genieteten Drehgestellen der Austauschbauart (siehe: Güterwagen-Drehgestelle: Blech und Winkel -  Austauschbauart, deutsch) ausgestattet wurden.

Bemerkenswert sind an diesem Drehgestell darüberhinaus die Speichenradsätze, die Schwerpunkt-Aufhängung der Bremsklotzschuhe (in Deutschland wurde diese erst in der zweiten Hälfte der Sechzigerjahre üblich). Im übrigen ist anzumerken , dass dieses von Peter Driesch fotografierte Drehgestell während des Zweiten Weltkrieges unter sogenannten "Beutewagen" in den Bestand der Deutschen Reichsbahn gelangt und später in Deutschland verblieben ist.

 
  Pressblech-Drehgestell, genietet  Frankreich, Y 13
  Achsstand   1800 mm
  maximaler Laufkreis-Durchmesser (s. Foto)   940 mm
  Bauart der Achsen  
  Bauart der Achslager  
  Querspiel der Achsen  
  Längsspiel der Achsen  
  Achsschenkelmittenabstand   1970 mm
  Blatt-Tragfedern  
    Gestreckte Länge  
    Anzahl der Federblätter (s. Fotos)   9
    Federblattquerschnitt  
    Traghöhe  
  erstes Baujahr  

Quelle:
Rowagg Eisenbahnbedarf GmbH: Katalog "Technische Angaben", Düsseldorf 1974 (Sammlung Per Topp Nielsen)
 


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