Güterwagen-Drehgestelle: Clouth/Gummirollfeder -
Talbot DRRS

Version 6.02.88.3, Stand: 3. April  2011

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sonstige Gummifeder-Drehgestelle

Einführung - Bauformen: DRRS - DRRSss - DRRSssi - DRRSssiKR - DRRSss-y - DRRSss Talion - Daten
 

Das Talbot DRRS-Drehgestell (Double Rubber Rolling Spring, Doppel-Gummirollfedern) wurde in der zweiten Hälfte der Achtzigerjahre entwickelt und auf der Internationalen Verkehrsausstellung 1988 in Hamburg dem europäischen Markt vorgestellt (s. Anmerkung zur Bauform DRRS/IRS). Es steht in der Tradition der Bemühungen, die Laufeigenschaften des Y 25-Drehgestells zu verbessern, vor allem im dem es die radiale Einstellbarkeit der Radsätze ermöglicht (vergleiche: Gummifeder - Gigabox, DB Bauart 684, Y 25 Lsom/Lsod - Y 25 - mit radial einstellbaren Radsätzen).

Die Konstruktionsweise des Drehgestellrahmens ähnelt dem Y 25. Er ist eine aus Blechen, Walzprofilen und Gußteilen sich zusammensetzende verwindungsweiche Schweißkonstruktion, bestehend aus zwei Langträgern, dem Hauptquer- und zwei Kopfquerträgern und in seinen Hauptabmessungen so gestaltet, dass der den Vorgaben des UIC Merkblattes 510 entspricht und somit prinzipiell mit anderen zeitgenössischen Drehgestell-Bauarten tauschbar ist. Konstruktiv ist der Rahmen für eine Radsatzlast von 30 t ausgelegt (vgl. Anmerkungen zum DRRS 25).

Als Federung dienen Gummirollfedern mit kreisförmigem Querschnitt. Jeweils zwei Federn, in glockenförmige Federtöpfe geschachtelt, bilden ein Federnpaket, das sich auf einer der beidseitig vorhandenen Konsolen am Radsatzlager-Gehäuse abstützt.
Die Führung der Radsätze erfolgt in Längsrichtung über federbelastete Reibstößel (s. a. Y 25 - Federung,  Lenoir-Prinzip), in Querrichtung direkt über die Doppelgummirollfeder. (Eine sehr anschauliche Darstellung findet sich auf der tschechischen Seite von Milan Cernohorsky <"Parostroj"> zum DRRS-Drehgestell: http://www.parostroj.net/technika/DRRS/DRRS.htm.)

Zunächst konnte das Drehgestell wahlweise mit drei verschiedenen Ausführungen des Bremsgestänges ausgerüstet werden: a) 60 kN Bremsgestänge, Einfachbremsklötze, s-fähig bis 20 t RSL, b) 60 kN Bremsgestänge, Doppelbremsklötze, s-fähig bis ca. 22,5 t RSL, c) 120 kN Bremsgestänge, Doppelbremsklötze, ss-fähig bis ca. 18 t RSL.
Das Drehgestell kann mit einem Wiegeventil, das ohne Übertragungsgestänge direkt an die Gummifederung angeflanscht ist, ausgerüstet werden. Ferner ist es möglich, Bremsanlage, Feststellbremse und Antrieb in das Drehgestell zu integrieren.

Für den Einsatz als Hochgeschwindigkeits-Drehgestell mit Geschwindigkeiten bis 160 km/h (DB Bauart 675) wurden die Drehgestellrahmen mit beweglich aufgehängten, über Anschläge an den mittleren Federtöpfen geführten Bremsanlagen mit Scheibenbremsen, Wiegeventile und jeweils 6 Bremszylinder ausgerüstet.
 
 
DRRS-Drehgestelle, Vergleich innere Radsatzführungen; Fotos: Jahn/Westermann/Schmitz
  Drehgestell Talbot DRRS, innere Radsatzführungen
  links: Ausführung DB BA 675/DRRS(D)ss-y, innere Radsatzführung zum Hauptquerträger hin verkürzt, 
  Federtopf mit Anschlägen zur Führung der Bremsanlage (vgl. auch Skizze DRRS, DB BA 672)
  Mitte: Regelausführung, innere Radsatzführung mit heruntergezogener Abstützung am Hauptquerträger und 
  quadratischem Anguss mit kreisförmiger Aussparung
  rechts: Ausführung DRRS 25 "Aachen", innere Radsatzführung mit zylinderförmigem Anguss ohne
  Aussparung
  Die Radsatzlagergehäuse entsprechen in ihren Hauptabmessungen vermutlich denen, die bei 
  Y 25-Drehgestellen verwendet werden.

   Fotos/Ausschnitte: (links) DB Sgss-y 703, 82 80 457 0 000-6, (Mitte) DB Sggoorrss 701, 31 80 497 3 300-5,
   (rechts) Nordwaggon Shimmns 961, 32 74 466 8 526-2

Durch spezifische Anforderungen und durch technische Weiterentwicklung entstanden zahlreiche, augenscheinlich mitunter nur schwer unterscheidbare Bauformen. Mir sind bislang folgende Bauformen und Verwendungen bekannt:

a) Bauform DRRS (60 kN Bremsgestänge, Doppelbremsklötze, s-fähig bis 22,5 t RSL, V max. 120 km/h, ohne Wiegeventil)

Diese Bauform (Zeichnungsnummer: AZ 334 186 TALBOT) wurde bei der DB als Bauart 672 geführt (s. G-C 44/45, S. 124). Im Modul 984 03 von 1995 ist  diese Bauartnummer nicht mehr aufgeführt.
 
Talbot DRRS für 22,5 t Radsatzlast, Skizze   Drehgestell Talbot DRRS 
  für 22,5 t Radsatzlast

  Quelle: Hermann Jahn, nach Zeichnung in: Perner, Dr. Detlev: 
   Anmerkungen, Hinweise zu Neubauten, neuen Wagentypen
   1989 ff. 3.17.1 Sgss-y 703 P (in: Güterwagen-Correspondenz 
   12/13, <1/90>, S. 21), s. a. G-C 44/45  , (3/95), S. 122: 
   Talbot Zeichnung AZ 334 186

DB Shimmns 708: 31 80 466 8 883-6 (Talbot 1990)
SJ Smmps: 84 74 472 1 033 (DRRS/Talbot Blattfeder-Drehgestell), 84 74 472 1 185 (DRRS/Y 25)
WLE Fa 41 - 57 (Selbstentladewagen für Kalksteinverkehre, Bombardier/Talbot 1996/97, Bremse: KE-GP-A  = mit Wiegeventil, siehe Wolff, DPKB 6, S. 316)

"Bereits 1987 wurden 19 DRRS-Drehgestelle nach Indien verkauft (60 kN Bremsgestänge, s-fähig, Doppelbremsklötze, davon 10 für Breitspur <1665 mm> sowie für Laufkreisdurchmesser 920 und 1000 mm)." Aus: Güterwagen-Correspondenz 44/45, Juni 1995, S. 125.

b) Bauform DRRSss (120 kN Bremsgestänge, Doppelbremsklötze, ss-fähig bis ca. 18 t RSL, Wiegeventil)
 
Talbot DRRS, SBB/HUPAC Sgns 33 85 455 6 802-8 P,  Foto: Hugo Kagerbauer   Drehgestell Talbot DRRSss
 

   HUPAC/SBB Sgns 33 85 455 6 802-8 P
   Foto: Hugo Kagerbauer

HUPAC Sgns: 33 85 455 6 760 bis 6 859  ("reiner" Containertragwagen mit Bremsanlage im Wagenuntergestell, Talbot 1994)
Transwaggon Habins 12: 83 80 278 3 268-5 (ohne Anschluss Wiegeventil)
NSB Sggmrss: 31 76 496 1 019-1 (Rautarruukki/Transtech 1994, Gelenkeinheit, Drehgestell-Kombination: DRRS - Y 25 -DRRS, die beiden DRRS-Drehgestelle wurden zu Versuchfahrten der Vorserie Habins-y an die DSB ausgeliehen)
Hupac Sggns (73'): 83 85 456 1 000 bis 099 (Talbot 1995)
Kombiverkehr Sggns (73'): 83 80 456 1 000 bis 023 (Talbot 1995)
DSB Habins-y: 31 86 278 3 000 bis 278 3 063 (Drehgestelle: Talbot 1997, ursprünglich für innerdänischen Postverkehr gebaut und für 140 km/h bei ca. 16 t RSL zugelassen.)

c) Bauform DRRSssi(f): (120 kN Bremsgestänge, Doppelbremsklötze, ss-fähig bis ca. 18 t RSL, Wiegeventil, Bremsanlage im Drehgestell, teilweise mit bodenbedienbarer Feststellbremse)
 
  Drehgestell Talbot DRRSssif

  HUPAC/SBB Sdgns ("T 4 Aachen")
   33 85 451 1 024-3, Talbot 1994
   Foto: Marc Schmitz
   Amersfoort, 20. Oktober 2007
 

HUPAC T 4 "Aachen": HUPAC/SBB Sdgns 33 85 451 1 000 (Prototyp, Talbot 1992 ), 33 85 451 1 001 bis 1 100  (Talbot 1994)
Der Taschenwagen "T 4" ist ein "polyvalenter" Wagen, der sowohl für den Transport von Containern/Wechselaufliegern, wie auch von Sattelanhängern vorbereitet ist. Um Straßenfahrzeuge mit Untergestell aufnehmen zu können, verfügen die Taschenwagen über ein wannenförmiges Untergestell, das keinen Platz für die Aufnahme von Bremseinrichtungen bietet. Daher müssen wesentliche Teile der Bremseinrichtung in das Drehgestell integriert werden.
 
  Drehgestell Talbot DRRSssif (K)

  HUPAC/SBB Sdgnss ("T 4 Niesky")
   33 85 450 6 ...-., Niesky 2001
   Foto: Sven Heydecke
   o. O., o. Datum

HUPAC T 4 "Niesky": HUPAC/SBB  Sdgnss 33 85 450 6 101 - 250 (Bombardier/Niesky, 2001)
Beim Niesyk-Nachbau des T 4 wurden die Drehgestelle der Bauart DRRSssif offensichtlich mit Kunststoff-(Einfach-)Bremsklotzsohlen (statt mit Grauguss-Doppelbremsklotzsohlen) ausgestattet.

d) Bauform DRRSssi(f)KR (Kombirail, 120 kN Bremsgestänge, Doppelbremsklötze, ss-fähig bis ca. 18 t RSL, Wiegeventil, mit kompletter Bremsanlage im Drehgestell. Ob es Unterschiede zwischen der Ausführung "Kombirail" und "Kombitrailer" gibt, ist nicht bekannt.)
 
Drehgestell Talbot DRRSssiKR, Foto: Per Topp Nielsen  Drehgestell Talbot DRRSssifKR

  NSB Us 82 76 950 0 000-6
  Foto: Per Topp Nielsen, Loenga (Oslo), 20. Mai 1996

Talbot Uss 676/677: 33 80 950 0 700-5, 701-3, 33 80 950 0 100-8 (Talbot 1992?)
SBB (Migros) Us(s): 31/35 85 965 0 000 bis 019 (Talbot 1993/94)
HUPAC/Kombitrailer Us: 83 80 950 0 000 bis 002 (Kombitrailer. Talbot 1990?)
NSB/Kombitrailer Us: 82 76 950 0 000 (2 x Endadapter), 42 76 951 0 000 (Mittenadapter; Talbot 1990, ursprünglich als Sdps mit den Nummern 76 455 7 000/001 bezeichnet)

In Verbindung mit dem Projekt Kombitrailer erwog Talbot Anfang der 1990er Jahre die Entwicklung eines dreiachsigen DRRS-Drehgestells für 200 km/h (s. G-C 25/26, S. 4).

e) Bauform DRRS(D)ss-y (Scheibenbremsen <D>, Wiegeventil, V max. 160 km/h, max. 18,5 t RSL = DB Bauart 675)
 
Talbot DRRS(D)ss-y, DB BA 675, A-Seite; Foto: Hermann Jahn   Drehgestell DB Bauart 675
  A-Seite mit Führung der Bremsanlage und
  Messleitungen

   DB Sgss-y 703, 84 80 455 0 045-. (Serienausführung),
   Minden, 14. September 1997


 
Talbot DRRS(D)ss-y, DB BA 675, B-Seite; Foto: Harald Westermann   Drehgestell DB Bauart 675
  B-Seite (ohne Anschlüsse für Messleitungen, 
  ohne Bremsanlagen-Führung)

  DB Sgss-y 703 82 80 457 0 000-6 (Prototyp),
  Minden, Frühherbst 1997, Foto: Harald Westermann

Die DRRSss-y Drehgestelle der DB BA 675 weisen (wie auch die Wagen der BA Sgss-y 703) "zwei Gesichter" auf: Das eine Gesicht, die "A-Seite" verfügt über Radsatzgehäuse mit Messwertgebern, entsprechenden Anschlüssen und Leitungen. Außerdem befinden sich auf dieser Seite Federglocken mit Angüssen für die Anlenkung der Bremsanlage. Auf der "B-Seite" finden sich "normale" Radsatzlagergehäuse, die DRRSss-y-typischen gekürzten Radsatzführung und (auf dieser Seite nicht genutzte) Anschläge für die Führung der Bremsanlage.

DB Sgss(-y) 703: Prototyp 82 80 457 0 000-6 (ex Sgns 694, 82 80 455 6 001-2), Serie 84 80 455 0 000 bis 455 0 089 (Talbot 1990/1991)

Zur Entwicklung und Vorgeschichte des Hochgeschwindigkeits-Güterverkehrs bei der DB siehe Güterwagen-Correspondenz 21 bis 26.
In der Vorbereitungsphase wurden zunächst zwei DB Sgns 694 (82 80 455 6 001-2, 006-1) mit scheibengebremsten SNCF-Drehgestellen der Bauart Y 37 A (Radstand 2,3 m) ausgerüstet. Während der Wagen 006-1 mit originalen Y 37 A (je 2 Bremsscheiben je Radsatzwelle) ausgerüstet wurde, erhielt der Wagen 001-2 erhielt modifizierte Y 37 A mit 3 Bremsscheiben je Radsatzwelle. Bevor es zu einem Versucheinsatz dieser Wagen kam, hatte Talbot diese modifizierte Scheibenbremsanlage in das DRRS-Drehgestell eingepasst.
Die Bremsanlage ist pendelnd in diese Drehgestelle eingehängt und wird über Anschläge an den mittleren Federtöpfen geführt.
Ursprünglich war einen außenseitige angreifende schwimmende Aufhängung (siehe Skizze unten) vorgesehen.
 
Talbot DRRS für 160 km/h mit außenseitig angreifender Aufhängung der Bremseinheit, Skizze   Drehgestell Talbot DRRS(D)ss-y für 160 km/h
  mit außenseitig angreifender Aufhängung der 
  Bremseinheit (Entwurf)

   Quelle: Hermann Jahn, nach Zeichnung in: Perner, Dr. Detlev:
   Regel-Hochgeschwindigkeitsgüterverkehr nun auch bei der DB: 
   Hbillss-y 307 und Sgss-y 703 (in: Güterwagen-Correspondenz 
   21/22, 2/91, S. 29 - 36)

Fotos der Prototypen des DRRSss-y/BA 675 siehe G-C 21/22, S. 35 unten (Draufsicht), G-C 23/24, S. 63 unten (Seitenansicht) und auf http://www.parostroj.net/technika/DRRS/DRRS.htm.

Die bei den DRRS-Drehgestellen gegebene radiale Einstellbarkeit der Radsätze wurde außer Kraft gesetzt (? Wie muss man sich das vorstellen - Anm. d. Red.), da diese bei Geschwindigkeiten über 120 km/h damals noch (?) nicht realisierbar war (s. G-C 21/22, S. 34).

Im Rahmen der Erprobung zeigte sich, dass zum einen die Aufhängung der Bremseinheit überarbeitet werden (?) musste.
Darüberhinaus erwies sich, dass die seitliche Abstützung zwischen Wagenkasten und Drehgestell mit konventionellen federnden Gleitstücken den Anforderungen nicht genügte. In der Serienausführung wurden diese Drehgestelle daher mit angelenkten Gleitstücken ausgestattet.

f) Bauform DRRS(D)ss Talion (Scheibenbremsen <D>, Wiegeventil, ss-fähig bis 17 t RSL, Talbot 1997)
DB Sggoorrss 701 (gesamte Transporteinheit): 31 80 497 3 300-5 (im Herbst 1997 umgezeichnet in Sggorss 701, Sgmss 702)
DB Sggorss 701 (dreiteilige Gelenkwagen-Einheit mit je 4 Drehgestellen): 496 5 000 - 496 5 002
DB Sgmss 702 (Endwagen mit je 2 angetriebenen Drehgestellen): 457 4 100 - 457 4 105
Der von Talbot 1997 unter dem Markennamen "Talion" vorgestellte und in drei Exemplaren gebaute Gütertriebwagen bestand aus zwei motorisierten Endwagen und einer dreiteilgen Gelenkwagen-Einheit. Die Endwagen waren mit je 2 angetriebenen DRRS-Drehgestellen ausgestattet, die Gelenkwagen-Einheiten hatten jeweils 4 DRRS-Drehgestelle, wovon zwei als Jakobs-Drehgestelle fungierten.
Bei der Vorstellung des ersten "Talions" auf der Hannover Messe 1997 war für die gesamte Einheit bei einem Ladegewicht von 160,0 t als ss-fähig ausgewiesen. Bei dem damals angegebenen Eigengewicht von 112 t ergibt sich daraus eine ss-fähige RSL von 17,0 t. Mit der Umzeichnung wurde die ss-fähige RSL auf rund 14,0 t reduziert.
(Quelle: www.dybas.de)
 
 
Drehgestell Talbot DRRS Talion, Frontdrehgestell, angetrieben; Foto: Harald Westermann   Drehgestell Talbot DRRS(D)ss Talion
  Endwagen, Frontdrehgestell, angetrieben

   DB Sggoorrss 701, 31 80 497 3 300-5, Talbot 1997
   Foto: Harald Westermann, Hannover Messe 1997


 
Drehgestell Talbot DRRS Talion, Innendrehgestell, angetrieben; Foto: Harald Westermann   Drehgestell Talbot DRRS Talion
  Endwagen, Innendrehgestell, angetrieben

   DB Sggoorrss 701, 31 80 497 3 300-5, Talbot 1997
   Foto: Harald Westermann, Hannover Messe 1997


 
Drehgestell Talbot DRRS Talion, Gelenkeinheit, Kopfdrehgestell; Foto: Harald Westermann   Drehgestell Talbot DRRS(D)ss Talion
  Gelenkeinheit, kopfseitiges Drehgestell

   DB Sggoorrss 701, 31 80 497 3 300-5, Talbot 1997
   Foto: Harald Westermann, Hannover Messe 1997


 
Drehgestell Talbot DRRS Talion, Gelenkeinheit, Jakobsdrehgestell; Foto: Harald Westermann   Drehgestell Talbot DRRS(D)ss Talion
  Gelenkeinheit, Jakobsdrehgestell

   DB Sggoorrss 701, 31 80 497 3 300-5, Talbot 1997
   Foto: Harald Westermann, Hannover Messe 1997

Daten
 
  Talbot-Drehgestell mit Doppel-Gummirollfedern  DRRS   DRRSss-y   DRRS 25 vr
  DB -Bauart   672   675  
  Zeichnungsnummer   AZ 334186 TALBOT   0Fwg 703.04.000.675   04.442527 WFTalbot
  Radsatzstand   1800 mm   1800 mm   1800 mm
  Bauart der Radsätze   02   006   Sura-Traction 
  Typ H 57 SJ
  Bauart der Radsatzlager   82   083   Typ SJ 45 T
  Querspiel der Radsätze   ± ? mm   ± 23 mm   ± ? mm
  Längsspiel der Radsätze   ± ? mm    ± 0 mm    ± ? mm
  maximaler Laufkreis-Durchmesser   920 mm   920 mm   920 mm
  Radsatzlagermittenabstand   2000 mm   (2000 mm)   2000 mm
  größte zulässige Radsatzlast   22,5 t   18,0 t   25 t
  größte zulässige Geschwindigkeit (beladen/leer)   100/120 km/h   160/160 km/h   120/120 km/h
  Federung: Drehgestell gegen Achsen      
    Doppel-Gummirollfedern      
    Bauart/Zeichnungsnummer der Gummifedern      
  Durchschnittsgewicht (incl. Radsätze, Bremse)   4700 kg   4890kg   5180 kg
  erstes Baujahr   1988   1991   1998

Quellen:
Ackermann-Fruehauf, Talbot: Kombitrailer für den wirtschaftlichen Verkehr von Sattelanhängern auf Straße und Schiene (= Produktinformation Nr. 069016, als Anlage zu Güterwagen-Correspondenz 16, 3/90)
Cernohorsyk, Milan (Parostroj): Podvozek DRRS pro nákladní vozy (http://www.parostroj.net/technika/DRRS/DRRS.htm)
DB Mobility Networks Logitics: Technische Beschreibung für das 2achs. Güterwagendrehgestell Typ DRRS 25 L, 5.700-A-0177 (1. Ausgabe, 26.04.2010)
Deutsche Bahn: DS 939 05 - Merkbuch für Schienenfahrzeuge - Güterwagen und Ladeeinheiten. Bekanntgabe 34
Ferriere Cattaneo, TBT: Prospektblatt "2-achs. Drehgestell Typ DGZ (DGZ - Drehgestell der Zukunft)" o. O., o. D.
Frei, Daniel: Modernisierung der Güterwagenflotte (in: InfoRetica - Mitarbeiterzeitung der Rhätischen Bahn, Nr. 1/2009, S. 16/17; http://www.rhb.ch/fileadmin/user_upload/Ueber_RhB/Info_Retica/Info_Retica/inforetica_0109.pdf)
Frei, Daniel: 30 neue Güterwagen für unsere Kunden (in: InfoRetica - Mitarbeiterzeitung der Rhätischen Bahn, Nr. 4/2007, S. 18/19; http://www.rhb.ch/fileadmin/user_upload/Ueber_RhB/Info_Retica/Info_Retica/IR_04.pdf)
Kombibahn Schweiz TBT GmbH: Prospekt: "Drehgestell Typ SS1000 – Schmalspur für die Rhätische Bahn in Landquart, Schweiz", Sementina (CH), o. D.
Nielsen, Per Topp: Persönliche Informationen
Perner, Dr. Detlef: InnoTrans 2000 Berlin. 3. Internationale Fachmesse für Verkehrstechnik. Teil III. 1. Hab(b)ins 25 t Talgo-TRANSTECH Oulu-FIN und Bombardier Transportation Niesky. (in: Güterwagen-Correspondenz 78/79, Dezember 2000, S. 182 - 186)
Perner, Dr. Detlev: Güterwagendrehgestell Typ DRRS für 22,5 t RSL mit zwei Radsätzen - einschließlich Drehgestell BA 672 DB (in: Güterwagen-Correspondenz 44/45, Juni 1995, S. 121 - 125)
Perner, Dr. Detlev: Regel-Hochgeschwindigkeitsgüterverkehr nun auch bei der DB: Hbillss-y 307 und Sgss-y 703 (in: Güterwagen-Correspondenz 21/22, 2/91, S. 29
- 36; 23/24, 3/91, S. 58 - 64; 25/26, 1/92, S. 2 -4)
Perner, Dr. Detlev: DRRS-Güterwagendrehgestell für 25,0 t Radsatzlast. RAUTARUUKI Transtech-FIN, Lizenz Bombardier Transportation TALBOT (in:
Güterwagen-Correspondenz 68/69, Juli 1999, S. 58 - 60)
Perner, Dr. Detlef: transport '97 - Teil II. 6. Internationale Fachmesse für Logistik, Güterverkehr, Personenverkehr. München, 10. bis 14. Juni 1997. 4.2.1. 73' Blockzugtragwagen mit vier Achsen ... (in: Güterwagen-Correspondenz 60/61, März 1998, S. 16 - 23)
Perner, Dr. Detlev: Anmerkungen, Hinweise zu Neubauten, neuen Wagentypen 1989 ff. 3.17.1 Sgss-y 703 P (in: Güterwagen-Correspondenz 12/13, 1/90, S. 21)
Tandetzki, Hans: Ein neuer Drehgestell-Typ SS1000 RhB für die Rhätische Bahn in Landquart, Schweiz (in: European Rail Technology Review 3/2009, S. 41 ff)
Tandetzki, Hans; Schneider, Jürgen: Drehgestelle für Fahrzeuge des Kombinierten Ladungsverkehrs/KLV (= Präsentation anlässlich der Rad-Schiene-Tagung, Dresden, 2006)
Wagner, Hannes: Persönliche Informationen
Westermann, Harald: Persönliche Informationen
Wolff, Gerd: Deutsche Privat- und Kleinbahnen. Band 6: Nordrhein-Westfalen. Nordöstlicher Teil. Freiburg 2000, S. 316
Wolff, Gerd: EK-Güterwagen-Lexikon DB: Kombinierter Ladungsverkehr. Teil 2: Containerverkehr, Container und Tragwagen. Freiburg 1998
Perner, Dr. Detlev: LHB-Sonderdrehgestell mit Clouthfedern für 80 km/h (1964) (in: Güterwagen-Correspondenz 44/45, Juni 1995, S. 126 - 128)

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