Andere Güterwagen Drehgestelle: Tiefladewagen - Elberfeld 50170 P/DRB Essen 500767 P; Harkort, Duisburg 1907, dreiachsig

Version 1.01.92.1, Stand: 26. Oktober 2013

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Drehgestelle für bestimmte Wagengattungen:  Tiefladewagen - Niederflurwagen für den Huckpackverkehr - Schmalspur - nächstes Unterkapitel

Tiefladewagen, Hauptseite -  Elberfeld 50170 P/DRB Essen 500767 P; 1907, dreiachsig  - MAV 1954, vierachsig - Krupp 70, vierachsig

 

  Tiefladewagen-Drehgestell B (ungebremst), dreiachsig, Duisburg (Harkort) 1907
 
Sechsachsiger Tiefladewagen Elberfeld 50170 P, Haniel & Lueg (später: DRB Essen 500767 P, Demag Thyssen GmbH & Co; Mühlheim-Ruhr); Hersteller: Harkort, Duisburg, 1907
  Quelle: Hobbing, Reimar: Das Deutsche Eisenbahnwesen der Gegenwart. 2 Bände, Berlin, 1911/Slg. Gottfried Wild


  Sechsachsiger Tiefladewagen Elberfeld 50170 P, Haniel & Lueg, Düsseldorf; Hersteller: Harkort, Duisburg, 1907
  Quelle: Hobbing, Reimar: Das Deutsche Eisenbahnwesen der Gegenwart. 2 Bände, Berlin, 1911/Slg. Gottfried Wild


  Sechsachsiger Tiefladewagen DRB Essen 500767 P, Demag Thyssen GmbH & Co; Mühlheim-Ruhr; (Ladebrücke umgebaut, ex Elberfled 50170 P, Haniel & Lueg,
  Düsseldorf) Hersteller: Harkort, Duisburg, 1907
  Quelle: Deutsche Reichsbahn: Verzeichnis der in den Wagenpark der Deutschen Reichsbahn eingestellten Wagen für außergewöhnliche Transporte. 3. Ausgabe. Gültig ab Mai 1936.
  München 1936 (= DV 934), Skizze 89


Die 1907 von Harkort in Duisburg gebaute (später umgebaute) Ladebrücke des sechsachsige Tiefladewagen Elberfeld 50170 P weist die seinerzeit typischen Merkmale einer Blech und Winkel-Konstruktion auf. Die Drehgestelle weichen in ihrem Erscheinungsbild jedoch deutlich von zeitgenössischen Blech und Winkel-Drehgestellen ab und wirken auf den ersten Bild fast wie eine moderne und geschweißte Y 25-Konstruktion. 

Auch wenn nur wenige Details in der Aufnahme zu erkennen sind, lassen sich doch - bei allen Vorbehalten - einige plausible Rückschlüsse auf die Konstruktionsweise ziehen:
1. Da am Langträger praktisch keine Nieten in Längsrichtung zu erkennen sind, wird man davon ausgehen können, dass es sich hierbei - mindestens in den Bereichen mit ebenen Kanten, um U-förmige Walzprofile handelt. 
2. Im beladenen Zustand haben die Gleitachslager-Gehäuse nur ein gringes Spiel gegenüber dem Langträger. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Federung hinter dem Langträger sitzt. Dazu ist ein zweiter, innerer Langträger erforderlich, bei dem es sich vermutlich auch um ein ein U-förmiges Walzprofil handeln könnte. An diesem inneren Langträger dürften die Achshalterbleche aufgenietet sein. 
3. Über der im Bild rechten Achse sind Elemente der Federaufhängung erkennbar. Dabei könnte es sich um senkrechtstehende Hebel handeln, an denen Blattragfedern aufgehängt sind. 
4. Dreiachsige Drehgestelle erfordern je Seite mindestens einen Ausgleichshebel. Dessen Position ist nicht erkennbar.
5. Die zulaufenden Kopfstücke der U-förmigen Langträger können durch Walzen nicht in diese Form gebracht worden sein. Es muss davon ausgegangen werden, dass in diesem Bereich und bei der Verbindung mit den Kopfquerträgern Bleche und Winkel zu Einsatz gekommen sind. 
6. Es liegt nahe zu vermuten, dass für die Kopfquerträger und für den Drehpfannenträger ebenfalls u-förmige Walzprofile verwendet wurden.
7. Das Vorhandensein eines Bremserhauses ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass das Drehgestell A dieses Tiefladewagens per Hand gebremst werden konnte. Leider gibt die Skizze keinerlei Hinweis, wie diese Handbremse konfiguriert war (sprich: ob alle drei Achsen oder nur die äußeren Achsen gebremst waren und ob die Bremse ein- oder beidseitig gewirkt hat).

Diese Konstruktionsweise (Blatt-Tragfedern zwischen zwei Langträgern aufgehängt) ähnelt - sieht man davon ab, dass hier Walzprofile als Langträger verwendet wurden und das Drehgestell drei Achsen hat - an die ältesten europäischen Drehgestell-Konstruktionen, beispielsweise Dänemark, 1856.


Quellen:

Deutsche Reichsbahn: Verzeichnis der in den Wagenpark der Deutschen Reichsbahn eingestellten Wagen für außergewöhnliche Transporte. 3. Ausgabe. Gültig ab Mai 1936. München 1936 (= DV 934), Skizze 89
Hobbing, Reimar: Das Deutsche Eisenbahnwesen der Gegenwart. 2 Bände, Berlin, 1911.

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